– Südsudan
Hoffnung im Schatten der Krise
In Renk und Maban begleitet der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) Geflüchtete auf ihrem Weg in eine friedlichere Zukunft. Unsere Spenderinnen und Spender haben 2025 entscheidend dazu beigetragen, dass diese Hilfe auch 2026 und 2027 weitergehen kann. Denn der Konflikt im benachbarten Sudan lässt die ohnehin fragile Krisenregion nicht zur Ruhe kommen.
Das Jahr 2025 war für den Südsudan ein Jahr des Wartens, Hoffens und Aushaltens. Der Krieg im benachbarten Sudan trieb weiter Menschen über die Grenze, vor allem nach Renk und Maban. Dort trafen sie auf ein Land, das selbst von Gewalt, Armut und Vertreibung gezeichnet ist. Im Südsudan leben rund 615.000 Geflüchtete, die große Mehrheit von ihnen stammt aus dem Sudan. Der Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung, Bildung und Schutz für besonders verletzliche Menschen wurde weiter erschwert.
Ein langer Weg zurück
Gerade in diesem Leben im Dazwischen gab die Arbeit des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) 2025 vielen Familien lebensrettenden Halt. Auch dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender, die auf unser Nothilfe-Mailing reagiert haben, gelang es den Teams des JRS, Geflüchtete und Rückkehrende nicht nur in akuter Not zu begleiten, sondern auch auf ihrem langen Weg zurück in einen Alltag: fast 7.500 Menschen waren es im vergangenen Jahr.
Das Trauma überwinden
Besonders wichtig ist die psychosoziale Unterstützung in den Transitzentren und Gemeinden, denn die Menschen, die meisten von ihnen zu Fuß unterwegs, kommen erschöpft und traumatisiert an. Zum Beispiel Nadir aus Renk. Nach dem Trauma von Flucht, Gewalt und Vertreibung litt er unter schweren Depressionen. Durch ein strukturiertes psychosoziales Programm des JRS gewann er Schritt für Schritt Kontrolle über sein Leben zurück: „Ich kann jetzt besser schlafen, trage weniger Wut in mir“, berichtet er; die Schwere der Depression hat abgenommen.
Lehrkräfte als Multiplikatoren
Entscheidend bleibt der Zugang zu Bildung. In einem von Flucht und Unsicherheit geprägten Umfeld ist Schule weit mehr als Unterricht. Sie gibt Kindern Schutz, Tagesstruktur und ein Stück Normalität zurück. Der JRS stärkt deshalb Lehrkräfte und Lernorte.
Bonis Alibino ist ein Lehrer, der aufgrund des Konflikts aus dem Sudan in den Südsudan zurückkehren musste. Weil er zuvor auf Arabisch unterrichtet hatte, half ihm ein Englischkurs des JRS, wieder ins Klassenzimmer zurückzufinden.
Wer eine Lehrkraft stärkt, stärkt damit zugleich viele Kinder.
Hinzu kommt die Rehabilitation von Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen oder Verletzungen. Nach einer Impfung erlitt die siebenjährige Hadija eine Lähmung. Ein physiotherapeutisches Programm half ihr, Kraft, Stabilität und Selbstvertrauen zurückzugewinnen.
Solche Hilfe verändert Biografien grundlegend: Ein Kind kann wieder spielen, sich freier bewegen, lernen und Zukunft denken.
Perspektiven für morgen
Die Planungen für Renk und Maban in 2026 und 2027 zeigen, wie umfassend diese Hilfe angelegt ist. Die Programme des JRS werden erneut knapp 8.000 Geflüchtete, Rückkehrende und Menschen aus den Aufnahmegemeinden erreichen. Vorgesehen sind psychosoziale Begleitung, Wiedereingliederung und Physiotherapie, Hilfen für Menschen mit Behinderungen sowie Bildungsangebote, Schulmaterialien, Lehrerfortbildungen und die Ausstattung von Lernorten.
2025 wurden für diesen Einsatz 470.000 Euro gesammelt. 150.000 Euro davon konnten schon eingesetzt werden.
Krise im Südsudan – Schenken Sie Hoffnung!
Hunderttausende Geflüchtete leben in den Lagern von Maban, Renk, Yambio – und täglich fliehen weitere Familien vor dem Krieg aus dem Nachbarland Sudan. Nahrung, Wasser und Bildungsangebote sind knapp. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) unterstützt Geflüchtete und Aufnahmegemeinschaften


