23./24.05.2022: Gewaltfrei wirken: von Gandhi lernen

Lesung mit Thomas Nauerth und Klaus Hagedorn · Tanz-Performance mit Saju George SJ und Ensemble in Augsburg und Nürnberg:

Mahatma Gandhi war der Erste, der aus seiner Religiosität heraus aktive Gewaltfreiheit als Handlungsprinzip für das Politik und Gesellschaft erschlossen hat. Er hat damit u.a. Martin Luther King und Nelson Mandela inspiriert und auch eine neue Sichtweise für Kernprinzipien christlicher Lehre eröffnet. Sehr oft wird die religiöse Dimension Gandhis für selbstverständlich gehalten oder ausgeklammert. Der Schlüssel zum Verständnis Gandhis liegt aber gerade in seiner Religiosität.
Die Auseinandersetzung mit den Ideen und Erfahrungen Gandhis ist in Europa heutzutage nicht sehr stark, innerhalb der Kirchen Europas und ihrer Theologie ist sie fast nicht mehr nachzuweisen. Anhand des Buches „Gandhi als Glaubender. Eine indisch-christliche Sichtweise“ des indischen Jesuiten George Pattery SJ wollen die Theologen Klaus Hagedorn, Geistlicher Beirat von „pax christi“, und Thomas Nauerth vom Internationalen Versöhnungsbund einen Beitrag leisten, „eine neue Perspektive auf Gandhi und seine Experimente mit der Wahrheit zu gewinnen“.

Am Montag, 23. Mai, und Dienstag, 24. Mai, lesen die beiden in Augsburg und Nürnberg aus George Patterys Buch über Gandhi.

Dabei unterstützt werden sie vom indischen Jesuitenpater Saju George und seinem Tanz-Ensemble. Mit seinen Tanz-Performances bringt Saju Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen zusammen. Saju George ist nicht nur Priester und Meister des Bharata Natyam, der klassischen südindischen Tanz-Kultur, sondern auch Lehrer und Sozialarbeiter: In einem Armenvorort von Kalkutta unterrichtet er im Zentrum Kalahrdaya Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Fami­lien. Neben Englisch und Mathe lernen die Schüler dort auch Musik, Yoga und klassischen indischen Tanz. In den Performances zu Beginn der Veranstaltung werden Saju George und sein Ensemble künstlerische Schlaglichter auf die Geschichte und Herausforderungen ihres Heimatlandes werfen: vom Prinzip der Gewaltlosigkeit und vom Pluralismus als Grundfesten des indischen multiethnischen und -religiösen Miteinanders hin zum Leid der Menschen in Bengalen, wo der Klima­wandel den Menschen Heimat und Existenz zu nehmen droht.

  • Montag, 23. Mai (19 Uhr): Augsburg, Augustanasaal (Im Annahof 4)
  • Dienstag, 24. Mai (19.30 Uhr): Nürnberg, Offene Kirche St. Klara (Königstr. 64)

Mai/Juni 22: Tanz-Tournee mit Saju George SJ und Ensemble

„Der tanzende Jesuit“ in Deutschland, Schweiz, Österreich und Frankreich

Jesuitenpater Saju George und sein Tanz-Ensemble bringen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen zusammen. Saju George ist nicht nur Priester und Meister des Bharata Natyam, der klassischen südindischen Tanz-Kultur, sondern auch Lehrer und Sozialarbeiter: In einem Armenvorort von Kalkutta unterrichtet er im Zentrum Kalahrdaya Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Fami­lien. Neben Englisch und Mathe lernen die Schüler dort auch Musik, Yoga und klassischen indischen Tanz.

In ihren aktuellen Performances werfen Saju George und sein Ensemble künstlerische Schlaglichter auf die Geschichte und Herausforderungen ihres Heimatlandes: vom Prinzip der Gewaltlosigkeit und vom Pluralismus als Grundfesten des indischen multiethnischen und -religiösen Miteinanders hin zum Leid der Menschen in Bengalen, wo der Klima­wandel den Menschen Heimat und Existenz zu nehmen droht.

Alle Termine

#weltweitonline am 09.06.2022 (18 Uhr)

UKRAINE: Berichte aus den Nachbarstaaten

Seit Kriegsausbruch in der Ukraine sind Millionen Menschen in die Nachbarländer geflohen, und haben dort Schutz gesucht. Immer wieder kommen Menschen nach. Unsere Partner:innen vom Jesuiten-Flücht­lings­dienst (JRS) und CONCORDIA Sozialprojekte helfen Geflüchteten dabei, eine Unterkunft zu finden, mit Versorgung durch Lebensmittel und Hygieneartikel sowie bei administrativen Wegen. Über die Arbeit vor Ort, persönliche Geschichten und Aussichten sprechen mit uns der Jesuit Vitaly vom JRS Polen und Cornelia Burtscher, die Organisationsleiter von CONCORDIA Sozialprojekte.

Zoom-Link für den 09. Juni 2022

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