– JRS Uganda
Narben der Flucht
Gewalt, Hunger, Zwangsrekrutierung: Ein neuer Bericht des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) dokumentiert eindrücklich die Situation kongolesischer Flüchtlinge, die Schutz in Uganda suchen. Er zeigt die Gefahren der Flucht, die Überlastung der Aufnahmeeinrichtungen – und macht die unverzichtbare Arbeit des JRS deutlich.
Die Kennzahlen machen klar, in welch dramatischem Ausmaß Uganda mit der Aufnahme kongolesischer Flüchtlinge konfrontiert ist:
- 58 % aller seit Januar 2025 neu registrierten Flüchtlinge in Uganda stammen aus der DR Kongo.
- Am Grenzposten Bunagana kommen täglich bis zu 300 Menschen, an Markttagen sogar mehr als 1.000.
- Das Aufnahmezentrum Nyakabande beherbergte im März 6.606 Menschen, obwohl es nur für 850 ausgelegt ist.
- In der Siedlung Nakivale wurden im März 2.000 bis 5.000 Menschen pro Woche neu angesiedelt.
- Jeden Tag treffen im Durchschnitt 100 unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Kinder ein.
Überfüllte Zentren und fehlende Perspektiven
Geflüchtete sollen höchstens 72 Stunden in einem Transit- oder Aufnahmezentrum bleiben, tatsächlich sind es oft Wochen oder gar Monate. Überfüllte Schlafräume, unzureichende sanitäre Anlagen und fehlende medizinische Betreuung prägen den Alltag. Besonders problematisch ist die fehlende psychosoziale Unterstützung – mit steigenden Suizidzahlen als Folge.
Auch der Zugang zu Bildung ist massiv eingeschränkt: In der großen Nakivale-Siedlung gibt es nur zwei weiterführende Schulen. Einzelne Grundschulen zählen über 7.000 Kinder – ohne Schulmahlzeiten und bei enormem Lehrkräftemangel.
Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) ist präsent:
- An den Grenzen unterstützt der JRS bei der Erstaufnahme, verteilt Hilfsgüter und begleitet besonders gefährdete Menschen.
- In den Aufnahmezentren schafft der JRS geschützte Räume für Kinder, organisiert psychosoziale Begleitung und sorgt für Basisversorgung.
- In den Flüchtlingssiedlungen setzt der JRS einen Schwerpunkt auf Bildung: Unterstützung von Schulen, Förderung von Mädchenbildung und Stipendien für weiterführende Bildung.
- Auch Traumabegleitung ist ein zentrales Arbeitsfeld – viele Menschen leiden an den Folgen von Gewalt und Flucht.
Unterstützung für den JRS Uganda
Uganda, größtes Aufnahmeland für Geflüchtete, leistet Außerordentliches, doch die Belastungen sind immens. Der jähe Stopp der US-Auslandshilfen betrifft auch JRS-Projekte und hat weitreichende Folgen für überlebenswichtige Programme.
Der JRS ruft zur Unterstützung auf – damit Geflüchtete nicht nur überleben, sondern auch neue Hoffnung und Zukunftsperspektiven finden.
JRS Uganda: Beistehen, begleiten, standfest bleiben!
Nothilfe, medizinische und psychosoziale Angebote, Bildung, Pastoralarbeit: Seit drei Jahrzehnten sind die Teams des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) im Osten Afrikas an der Seite Geflüchteter und Einheimischer


