– Syrien
Hoffnung unter Beschuss
Neue Kämpfe erschüttern Aleppo und treiben viele Menschen in die Flucht. Der Jesuitenpater Gerald Baumgartner schildert die Lage vor Ort und mahnt zu Dialog und internationaler Vermittlung.
In einem Interview mit Vatican News berichtet der österreichische Jesuit Gerald Baumgartner SJ aus Aleppo über die erneuten Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Milizen, die vor allem den Norden der Stadt treffen. Die Gewalt bestimmt den Alltag vieler Menschen, Straßen sind verlassen, Angst und Unsicherheit allgegenwärtig.
Trotz der schwierigen Lage bleiben die Jesuiten und kirchliche Helfer vor Ort. Sie unterstützen Familien mit Lebensmitteln, begleiten traumatisierte Menschen und versuchen, Orte der Begegnung und des Gebets offen zu halten. Pater Baumgartner betont die Bedeutung christlicher Präsenz in der Stadt. Dabei macht er klar: „Wir beten dafür und arbeiten dafür, dass endlich Frieden einkehrt und dass der Weg zur Versöhnung irgendwie gebahnt werden kann“. Zugleich appelliert er an die internationale Gemeinschaft, Vermittlung zu fördern, damit die Zivilbevölkerung nicht weiter leidet.
Syrien: Nachbarschaftszentren geben Halt
Nach 14 Jahren Bürgerkrieg droht Syrien eine ganze Generation zu verlieren: Sechs Millionen Schüler:innen zwischen 5 und 17 Jahren haben keinen regelmäßigen Unterricht, zwei Millionen besuchen überhaupt keine Schule. Unzählige Kinder und Jugendliche, viele von ihnen Binnenvertriebene, sind schwer traumatisiert. Nachbarschaftszentren des Jesuiten-Flüchtlingsdienst geben ihnen Halt und Perspektive

