– Syrien

Hoffnung unter Beschuss

Neue Kämpfe erschüttern Aleppo und treiben viele Menschen in die Flucht. Der Jesuitenpater Gerald Baumgartner schildert die Lage vor Ort und mahnt zu Dialog und internationaler Vermittlung.

In einem Interview mit Vatican News berichtet der österreichische Jesuit Gerald Baumgartner SJ aus Aleppo über die erneuten Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Milizen, die vor allem den Norden der Stadt treffen. Die Gewalt bestimmt den Alltag vieler Menschen, Straßen sind verlassen, Angst und Unsicherheit allgegenwärtig.

Trotz der schwierigen Lage bleiben die Jesuiten und kirchliche Helfer vor Ort. Sie unterstützen Fami­lien mit Lebensmitteln, begleiten traumatisierte Menschen und versuchen, Orte der Begegnung und des Gebets offen zu halten. Pater Baumgartner betont die Bedeutung christlicher Präsenz in der Stadt. Dabei macht er klar: „Wir beten dafür und arbeiten dafür, dass endlich Frieden einkehrt und dass der Weg zur Versöhnung irgendwie gebahnt werden kann“. Zugleich appelliert er an die internationale Gemeinschaft, Vermittlung zu fördern, damit die Zivilbevölkerung nicht weiter leidet.

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Syrien: Da sein, trotz alledem

Die Folgen des Kriegs in Syrien sind allgegenwärtig: Zerstörte Häuser, fehlende medizinische Versorgung, explodierende Preise und soziale Spannungen prägen das Leben. Millionen stehen täglich vor unmöglichen Entscheidungen: Essen oder Medikamente? Schule oder Arbeit? Bleiben oder gehen? Die Jesuiten und die Teams des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) bleiben präsent, begleiten Menschen in besonders betroffenen Vierteln von Aleppo, Homs und Damaskus – mit medizinischer Hilfe, psychosozialer Begleitung, Bildung und sicheren Orten für Kinder und Familien.

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