Syrien: Nachbarschaftszentren geben Halt

Nach zehn Jahren Bürgerkrieg droht Syrien eine ganze Generation zu verlieren: Sechs Millionen Schüler:innen zwischen 5 und 17 Jahren haben keinen regelmäßigen Unterricht, zwei Millionen besuchen überhaupt keine Schule. Unzählige Kinder und Jugendliche, viele von ihnen Binnenvertriebene, sind schwer traumatisiert. Nachbarschaftszentren des Jesuiten-Flücht­lings­dienst geben ihnen Halt und Perspektive.

Projekt X31122 Syrien

Ort:
Jaramana, Kafroun, Al Sakhour, Homs

Partner:
Gonçalo Castro Fonseca SJ, JRS-Landesdirektor Syrien

Zielgruppe:

An vier Standorten im Land – Jaramana, Kafroun, Al Sakhour und nun auch in Homs – helfen Teams des Jesuiten-Flücht­lings­diensts (JRS) 1.700 Kindern und Jugendlichen, der Abwärtsspirale zu entgehen. Die Nachbarschaftszentren befinden sich Stadtteilen und ländlichen Regionen, die besonders unterversorgt sind.

So hilft Ihre Spende:

140.000 syrische Lehrkräfte haben ihre Jobs aufgegeben, viele Schulgebäude wurden im Krieg zerstört. Eine allgemeine Perspektivlosigkeit lähmt den Alltag der jungen Syrer:innen. In den JRS-Zentren werden die Kinder in Lerngruppen und durch Nachhilfeunterricht fit für den Unterricht. Es gibt Freizeitangebote, psychologische Angebote, Sozialarbeit. Und vor allem: einen sicheren, geschützten Platz. Mit 40 Euro sichern Sie einem Kind einen Monat lang eine tägliche Mahlzeit zu.

Nachbarschaftszentren für Frieden und Versöhnung: Helfen Sie mit!

Drei Nachbarschaftszentren in Jaramana, Al-Sakhour und Al-Kafroun setzen ein Zeichen in einem Land, dessen Infrastruktur in weiten Teilen zerstört ist. Mit einem weiteren Standort im Al-Sebaa ist der JRS seit 2021 auch in Homs vertreten.

Jaramana: Unter­stützung für 480 Kinder

Jaramana ist ein ländlicher Ort östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus, der in den letzten Jahren viele Binnenflüchtlinge aufgenommen hat. Jaramana ist ein dicht besiedeltes Gebiet, in dem Menschen mit verschiedenen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen zusammenwohnen. Mit dem Community Centre trägt der JRS eine Botschaft des Friedens und der Versöhnung in diese Gemeinschaft.

Al-Kafroun: Unter­stützung für 340 Kinder

Das Dorf Al-Kafroun befindet sich etwa 50 Kilometer entfernt von der Stadt Homs. Seit Beginn des Konflikts strandeten hier viele vertriebene Fami­lien aus allen Landesteilen. Die meisten Flüchtlingskinder in Al-Kafroun leiden unter schweren psychischen Problemen und kommen aus zerrissenen Fami­lien; für sie gibt es keinen Platz in den öffentlichen Schulen.

Al-Sakhour: Unter­stützung für 540 Kinder

Al-Sakhour liegt im Osten Aleppos und war jahrelang Schauplatz schwerer bewaffneter Zusammenstöße. Die beispiellose Zerstörung hat nichts und niemanden verschont. Viele Flüchtlinge, die heute in Al-Sakhour leben, sind Witwen, Waisen, versehrte und traumatisierte Menschen.

Al-Sebaa: Unter­stützung für 340 Kinder

Al-Sebaa ist ein Viertel nahe der Altstadt von Homs. Es war fast vom Beginn des Krieges an bis 2014 unter Belagerung. 80 Prozent der Gebäude wurden zerstört, und die meisten Fami­lien flohen während dieser Zeit. In den letzten zwei Jahren gab es einen deutlichen Zuwachs der Bevölkerung, sowohl von Rückkehrern als auch von Binnenvertriebenen aus anderen Orten. Die aktuelle Bevölkerung ist religiös divers.

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