KATC: Sambias Hoffnung ist grün

Das Kasisi Agricultural Training Centre (KATC) in der Nähe von Lusaka ist ein Zentrum der Jesuiten in Sambia zur Förderung der ökologisch-nachhaltigen Landwirtschaft durch Modellprojekte und entsprechendes Training von Bauern. Eine Recycling-Initiative verringert Müll und schafft neue Einkommensquelle.

Projekt X43050 KATC

Ort:
Kasisi Mission, 20 km nordöstlich von Lusaka, Sambia

Partner:
Jesuiten-Provinz Südliches Afrika

Zielgruppe:

KATC unterstützt etwa 100 Familien in den umliegenden Dörfern, die von der Landwirtschaft leben. Ihre Felder werden von den Bewässerungsanlagen des KATC mitversorgt, und sie bekommen Schulungen im ökologischen Gemüseanbau. Dadurch erzielt die Bevölkerung ein höheres Einkommen und verbessert die Ernährung.

So hilft Ihre Spende:

Im neuen Recycling-Projekt werden in Kasisi 500 Kilogramm Plastik pro Woche aufbereitet und weiterverkauft. Das schont die Umwelt und generiert neue Einkommen. Die Kosten für beide prozessnotwendigen Maschinen haben sich auf 15.000 Euro belaufen. Mit Ihrer Spende helfen Sie dem KATC-Team, das Projekt wie geplant weiterzuentwickeln.

Ökologische Wende

Das landwirtschaftliche Ausbildungszentrum Kasisi KATC wurde 1974 von den Jesuiten in Sambia gegründet und richtet sich an Kleinbäuer:innen aus der näheren Umgebung. Knapp 20 Kurse behandeln Themen wie biologischen Gemüseanbau, nachhaltige Forstwirtschaft, Viehzucht, Imkerei und die Herstellung von Milch- und Getreideprodukten. Jährlich nehmen bis zu 1.000 Menschen an den Kursen teil, mindestens 30% davon müssen laut eigenen Vorgaben Frauen sein. Neben der Lehrfarm unterhalten die Jesuiten in Kasisi weitere landwirtschaftliche Flächen und vertreiben die Produkte in Lusaka.

Seit August 2019 ist der deutsche Jesuit und Agrarwissenschaftler Claus Recktenwald SJ am KATC tätig und seit Anfang September 2021 veranwortlicher Projekt-Leiter. 

Das Müll-Problem lösen

Recycling ist eine neue Initiative von KATC. Meistens landet der Müll in Sambia auf der Straße, in der Natur oder im besten Fall noch auf den Müllhalden, die oft direkt in den Wohngebieten der armen Bevölkerung liegen. Auch auf dem Land fällt in den letzten Jahren immer mehr Plastikmüll an. Hier gibt es keine offizielle Entsorgung.

Bis das Plastik in zumindest unsichtbare Partikel zersetzt ist, dauert es um die 400 Jahre. Die Müllberge wachsen stetig.

Plastik als neue Ressource

Plastikabfall ist ein Rohstoff, der weiterverwendet werden kann und die Möglichkeit einer zusätzlichen Einnahmequelle bietet. „Wir wollten nicht warten, bis der Staat das Problem der Müllentsorgung löst – es ist vor allem Plastikmüll, der die Müllgruben zu 80% füllt – sondern haben selbst angefangen eine Müllentsorgung aufzubauen“, so Claus Recktenwald SJ.

Die Maschinen laufen bereits: Ein Schredder, der das Plastik zu kleinen Schnipseln schneidet und eine Bündelmaschine, die Plastik in Plastikbälle presst und transportfähig macht. Es geht auch darum ein Bewusstsein bei den Menschen zu schaffen, für die Produktion von Müll, die gerechte Entsorgung und für die Wiederverwendung. Das passiert in den Plastikrecycling-Workshops. Ziel ist es Plastikmüll aus Kasisi und den umliegenden Dörfern zu sammeln und nach einer anfänglichen Reinigung und Aufbereitung an die Recycling-Firmen in Lusaka zu verkaufen.

Neue Chancen für Kleinbauern

Durch die Nähe zu Lusaka haben die Bauern insgesamt gute Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte. Mit diesem Geld können sie sich drei Mahlzeiten am Tag leisten, die Schulgebühren ihrer Kinder bezahlen und ihre Häuser renovieren. Manche Familien können sich auch ein eigenes Fahrzeug leisten, um ihre Produkte auf den Markt zu bringen und den Transport für andere übernehmen.

Die Vermarktung ist dennoch eine große Herausforderung. Momentan werden in Kasisi bereits Käse, Joghurt und Sahne hergestellt sowie Mehl und Haferflocken. Um finanziell auf eigenen Füßen stehen zu können, möchte das KATC die Weiterverarbeitung der eigenen Produkte in Zukunft weiter intensivieren und ausbauen. Das Ausbildungszentrum betreibt derzeit eine eigene Landwirtschaft mit 100 Hektar bewässertem Land und 200 Stück Vieh. In der Regenzeit werden überwiegend Mais und Soja angebaut, in der heißeren Trockenzeit Hafer, Gerste und Weizen.

Hinzu kommt die Forschung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft, sowie die Unterstützung der Bauern in den Distrikten Chongwe und Rufunsa und die Vernetzungsarbeit rund um die nachhaltige Landwirtschaft.

Forschung und Anwendung

Das Ausbildungszentrum betreibt eine eigene Landwirtschaft mit momentan 100 Hektar bewässertem Land und 200 Stück Vieh, wo Kursteilnehmer Gelerntes ausprobieren können. In der Regenzeit wird Mais und Soja angebaut, in der heißeren Trockenzeit dagegen Hafer, Gerste und Weizen. Hinzu kommt die Forschung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft, sowie die Unterstützung der Bauern in den Distrikten Chongwe und Rufunsa und die Vernetzungsarbeit rund um die nachhaltige Landwirtschaft. Seit November bauen 100 Kleinbauern aus den umliegenden Dörfern Gemüse auf KATC-Land an. Ihre Felder werden von den Bewässerungsanlagen des KATC mitversorgt, das außerdem Schulungen im ökologischen Gemüseanbau, Kompost und Saatgut zur Verfügung stellt. Jeder Teilnehmer bewirtschaftet seinen Plot von 1500 m² eigenständig. Ziel ist es, jederzeit um die 20 verschiedene Gemüsearten anzubauen, darunter lokale und vergessene Gemüsesorten.

Neue Ziele

Im aktuellen Nationalen Entwicklungsplan der sambischen Regierung ist die ökologische und vor allem die klimafreundliche Landwirtschaft eines der vorrangigen Ziele. Dadurch ermutigt, möchte das KATC wachsen und hat nun die Möglichkeit, weitere 100 Hektar Land zu bebauen. Hierfür benötigt es weitere Investitionen, denn die Fläche muss gerodet und vor allem bewässert werden.

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