– Erdbeben-Nothilfe
Venezuela: Jetzt zählt jede Hilfe!
Schwere Erdbeben haben Venezuela erschüttert. Zehntausende kamen ums Leben, viele Familien haben ihr Zuhause verloren, Infrastruktur ist beschädigt, die Angst vor Nachbeben bleibt. Die Jesuiten in Venezuela koordinieren gemeinsam mit der Ortskirche, der Ordenskonferenz und internationalen Partnern Nothilfemaßnahmen. Im Blick sind besonders Kinder, ältere Menschen, Kranke und Familien ohne sichere Unterkunft. Ihre Spende hilft, Unterkünfte, Wasser, Lebensmittel, medizinische Versorgung und psychosoziale Begleitung bereitzustellen.
Zwei schwere Erdbeben und zahlreiche Nachbeben haben Venezuela erschüttert. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Besonders betroffen sind nach ersten Einschätzungen die dicht besiedelten Regionen im Zentrum und Norden des Landes, darunter Caracas, La Guaira, Miranda, Carabobo und Aragua. Die Zahl der möglichen Todesopfer wird auf mehrere 10.000 geschätzt, möglicherweise sind es noch mehr. Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und wichtige Infrastruktur wurden beschädigt oder zerstört. Viele Menschen müssen die Nächte im Freien verbringen.
Rettungs- und Sucharbeiten laufen, Schäden werden weiter geprüft, die Lage verändert sich stündlich.
Auch jesuitische Einrichtungen wurden schwer beschädigt, etwa die Schule Jesús Obrero in einem Armenviertel von Caracas. „Wir haben noch keine Klarheit über das tatsächliche Ausmaß der Schäden“, schreibt P. Alfredo Infante SJ, Provinzial der Jesuiten in Venezuela. Sicher ist schon jetzt: Das Land steht vor einer großen Tragödie. Tausende Familien brauchen dringend Schutz, Wasser, Lebensmittel und medizinische Hilfe.
Jesuiten leisten Nothilfe
P. Infante befand sich während der Katastrophe in Puerto Ayacucho im Rahmen eines apostolischen Besuchs zum Amazonas-Projekt der Kirche und der Gesellschaft Jesu. Auch dort war das Beben zu spüren, nach bisherigen Informationen jedoch ohne größere Folgen. Aus der venezolanischen Provinz der Jesuiten gibt es zunächst die Nachricht, dass alle Jesuiten wohlauf sind.
Noch am Tag nach den Beben hat P. Infante eine Online-Krisensitzung mit Verantwortlichen der Provinz, Leitungen jesuitischer Werke, Oberen und Mitgliedern der Kommission für Unterscheidung und Planung einberufen. Ziel ist es, erste Schadensmeldungen zusammenzuführen, eine gemeinsame Antwort zu entwickeln und eine Lagezentrale für die weitere Koordination einzurichten. Zugleich sucht die Provinz den Schulterschluss mit der venezolanischen Ordenskonferenz CONVER, der Ortskirche und internationalen Partnern. Auch das Xavier Network, das europäische Netzwerk jesuitischer Hilfswerke, wird die Maßnahmen unterstützen.
Schutzräume werden jetzt überlebenswichtig
Schon vor dem Erdbeben lebten viele Familien in Venezuela am Rand ihrer Kräfte. Armut, unsichere Versorgung, steigende Preise, Strom- und Wasserausfälle sowie fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung prägten vielerorts den Alltag. In Stadtteilen wie La Vega oder Catuche schaffen die Jesuiten, Fe y Alegría und ihre Partner seit Jahren Orte, an denen Menschen Hilfe, Bildung, Begleitung und Gemeinschaft finden.
Diese Schutzräume werden nun noch wichtiger. Kinder und Jugendliche, alte Menschen, kranke Personen und Familien ohne stabiles Einkommen sind besonders gefährdet. Viele haben nicht nur Angehörige, Freunde oder ihr Zuhause verloren, sondern auch Sicherheit, Orientierung und Hoffnung. Neben Nothilfe braucht es deshalb psychosoziale Begleitung.
Die Hilfe der Jesuiten wird sich zunächst auf die dringendsten Bedürfnisse konzentrieren: sichere Unterkünfte, sauberes Wasser, Lebensmittel, medizinische Versorgung, Schutz und seelsorglich-psychosoziale Begleitung. Gemeinsam mit lokalen Partnern sollen besonders gefährdete Familien erreicht und längerfristig beim Wiederaufbau begleitet werden.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Nothilfe der Jesuiten und ihrer Partner in Venezuela: sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Wasser, medizinische Versorgung, Schutzangebote und psychosoziale Begleitung für vom Erdbeben betroffene Menschen.

