ESIL Mosambik

Philosophie und Fostwirtschaft: Als Lehrer nach Mosambik

Bernhard Stadler lebt in Frankfurt und arbeitet als Berufschullehrer für Ethik, KFZ-Technik und katholische Religion. Derzeit aber verbringt er ein Sabbatjahr in Mosambik – als Lehrer an der Loyola-Sekundarschule (ESIL), einem Leuchtturmprojekt der Jesuiten in Tete, einer abgelegenen Region im Nordwesten des Landes. In seinem Blog lässt uns Bernhard an seinem Freiwilligendienst teilhaben, der alles ist, nur keine Auszeit

Die ersten Eindrücke

„Das zweite Trimester an der ESIL ist gerade zu Ende gegangen und jetzt sind eine Woche Ferien. Die Regierung von Mosambik hat wegen Corona verfügt, dass bis auf Weiteres der Unterricht nur in den Hauptfächer erteilt wird. Meine Fächer, Religion und Philosophie, sind also erst einmal außen vor. Ich habe deshalb mit Pater Augusto César vereinbart, dass ich einen Tag in der Woche bei einer Kollegin oder einem Kollegen hospitiere und an den regelmäßigen pädagogischen Treffen der Lehrer teilnehme. Das hat den Vorteil, dass ich nach und nach die Abläufe kennenlerne und mit den Schülern in Kontakt komme. 

Daneben kann ich mich hier schwerpunktmäßig der Agroforstwirtschaft widmen. Ich bin schon dabei, Samen zu pflanzen, die später Bäume werden sollen. 
Im ersten Trimester 2022 soll ich dann in das Unterrichten einsteigen, hauptsächlich im Fach Philosophie, weil da der größte Bedarf besteht.“

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Eine Schule gibt Hoffnung

76 % der Menschen in der Provinz Tete leben von Landwirtschaft und Fischerei, doch weite Gebiete sind nach Jahren des Bürgerkriegs Landminen-verseucht, es gibt kaum Zugang zu Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahn, Elektrizität, Brücken, Internet. Und Schulen: In Tete – dort leben auf 100.724 Quadratkilometern fast drei Millionen Menschen – gibt es gerade mal zwei Einrichtungen, die zum Abitur führen. Die Region litt auch nach dem Friedensabkommen 1992 weiter unter den Folgen des Kriegs, als Hunderttausende Flüchtlinge zurück ins Land strömten. Viele von ihnen sprechen kein Portugiesisch, doch das Beherrschen der Amtssprache ist unerlässlich für einen höheren Bildungsabschluss.

Hier setzen die Jesuiten an und hoben 2014 im Provinzstädtchen Chividzi die Loyola-Schule aus der Taufe. Sie bietet mittlerweile Platz für Hunderte Schülerinnen und Schüler.

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