Junge Flüchtlinge aus Aleppo diskutierten in München über Integration und Wiederaufbau.

 – Flüchtlinge im „Aktiv-Modus“

Die Aleppo Family

In ihrer syrischen Heimatstadt Aleppo haben sie als Freiwillige des Jesuiten-Flücht­lings­dienstes (JRS) Lebensmittel, Nothilfe und Unterkünfte organisiert. Jetzt leben mehr als zwanzig von ihnen selbst als Flüchtlinge in Deutschland, in München kamen sie sich zu einer Tagung zusammen, diskutierten über Intergration und den Wieder­auf­bau ihrer Heimat. Der frühere Missionsprokurator und Leiter des Jesuiten-Flücht­lings­dienstes Peter Balleis SJ bekräftigte: Anerkannte Asylbewerber müssen zurück in den „Aktiv-Modus“.

Ein großes Thema des Treffens ist für die Syrer: „Wie schaffen wir es, uns schneller und erfolgreicher zu integrieren und wie können wir anderen dabei helfen?“ Fehlende oder schwer zugängliche Informationen sowie unübersichtliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern sehen sie als Hindernisse.

Ein gemeinsamer Traum

Ob sie langfristig in Deutschland bleiben wollen, machen alle in der Gruppe davon abhängig, ob sie einen Studien- oder Arbeitsplatz finden. Der Wille zur Integration ist da und sie hoffen, selbst initiativ werden zu können und nicht passive Hilfsempfänger bleiben zu müssen. Es wird über vieles lebhaft und kontrovers diskutiert, aber ein Traum eint alle: Irgendwann in der Zukunft beim Wieder­auf­bau ihrer Heimatstadt Aleppo helfen zu können.

Auch der frühere Prokurator der Jesuitenmission und Leiter des Jesuiten-Flücht­lings­dienstes Pater Peter Balleis SJ bekräftigte: In Deutschland anerkannte Asylbewerber müssen wieder in den „Aktiv-Modus“ zurück­kehren. Das nun in Kraft getretene Integrationsgesetz könne –  – trotz einiger Kritikpunkte des JRS – gut ausgebildeten Flüchtlingen, die monatelang von fremder Hilfe abhängig gewesen seien, dabei helfen.

Mehr über die Tagung in München lesen Sie  – in einem Artikel der Herbst-Ausgabe unseres Magazins weltweit und in einem Bericht bei jesuiten.org.

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