– Simbabwe

Trauer um Pater Dieter Thiel

Nach einem halben Jahrhundert im Dienste der Menschen in Simbabwe ist Pater Dieter Thiel SJ nach langer Krankheit in Harare am Dienstag, 28. Juni, gestorben. Er stand im 84. Lebensjahr und im 65. Jahr seines Ordenslebens.

Geboren am 27. März.1932 in Lauenburg (Pommern) landete Dieter Thiel nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Lübeck. Als Jugendführer der örtlichen Stadtgemeinde lernte er früh, „den Leuten zu helfen und auf die tieferen Dinge des Lebens zu schauen“, wie er in unserer Interview-Reihe „Missionare im Gespräch“ verriet.

Pater Thiel trat am 21. April 1952 auf dem Jakobsberg ins Noviziat der Jesuiten ein und wurde am 22. August 1962 in Berlin zum Priester geweiht. Nach dem Tertiat ging der ehemalige Mitstreiter von Pater Johannes Leppich SJ 1965 in die Mission in Rhodesien, aus der 1979 die Zimbabwe-Provinz hervorging.

„Eine neue Evangelisierung“

Wäre er nicht Priester geworden, dann Architekt: Zeugnis dieser Begabung sind sieben Kirchen, die er während seiner Zeit in Simbabwe entwarf und miterbaute, darunter die Bonifatius-Kirche. Trotz schwieriger politischer und infrastruktureller Umstände gelang es ihm, bis Anfang der Siebzigerjahre 25 Außenstationen in der ländlichen Region Karoi aufzubauen.

Zuletzt lebte Pater Dieter Thiel SJ im Pflegeheim Richartz-House in Harare. Bis zu seinem Tod waren seine Ziele „eine neue Evangelisierung und ein neues Verständnis des Glaubens“.

Die Trauerfeier fand am 1. Juli statt: Der emeritierte Bischof Dieter Scholz hielt die Messe in der St. Francis Xavier Gemeinde, Pater Thiel wurde danach auf dem Friedhof der Chishawasha Mission beigesetzt.

Möge er in Frieden ruhen.

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