– Erdbebenhilfe Nepal

Bericht aus Kathmandu

Die Menschen in Nepal kommen nicht zur Ruhe. Gerade einmal zwei Wochen sind seit dem verherrenden Beben im April vergangen, als am 12.05.2015 wieder die Erde bebte und große Verwüstung hinterließ. Nur kurze Zeit nach dem erneuten Beben erreichte uns diese Nachricht von Pater Jomon SJ, dem Kommunikationsverantwortlichen für die Erdbebenhilfe in Nepal:

Dienstag, 12. Mai 2015
Kathmandu, Nepal

Heute Mittag gab es gegen 12:55 Uhr ein weiteres Erdbeben der Stärke 7,3.

Bisher sind 37 Todesopfer bestätig, rund 1.000 Menschen wurden durch das neue Beben verletzt. Mindestens vier Menschen sind in Chautara im Distrikt Sindhupalchok nördlich der Hauptstadt Kathmandu zu Tode gekommen, nachdem mehrere Gebäude eingestürzt waren. Das US-amerikanische Amt für Bodenforschung gab bekannt, dass das Beben sein Epizentrum 68 Kilometer westlich der Stadt Namche Bazar, in der Nähe des Mount Everest hatte. Man konnte die Erschütterungen bis nach Neu-Delhi und Dhaka spüren. Die Menschen in Kathmandu haben panisch ihre Häuser verlassen – noch immer sind die traumatisierenden Eindrücke des Bebens vom 25. April sehr frisch. Eltern umklammerten ihre Kinder und Hunderte versuchten verzweifelt ihre Verwandten per Handy zu erreichen. Ladenbesitzer schlossen ihre Geschäfte und die Straßen waren voller Menschen, die herausfinden wollten, wie es ihren Fami­lien geht.

Das erneute Beben hat die Unsicherheit und die Angst wieder entfacht. Nach dem verheerenden Beben im vergangenen Monat, welches über 8.000 Menschenleben gefordert hat und 18.000 akut Verletzte hervorrief, waren die Menschen in Nepal gerade dabei, ihr alltägliches Leben wieder aufzunehmen. Die Bildungseinrichtungen sollten Ende dieser Woche ihren gewohnten Betrieb aufnehmen. Die Menschen hatten begonnen, in ihre Häuser zurück­zukehren. Aber nach diesem erneuten Erdbeben, kann man überall in der Stadt sehen, wie die Fami­lien wieder ihre Notlager auf den Straßen errichten.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unverletzt, unsere Institutionen unbeschadet. Wir warten nun auf weitere Nachrichten.

P. Jomon SJ

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